Zehntausende von Autofahrern werden Tag für Tag an der Autobahn A1 kurz vor der Raststätte Remscheid auf den historischen Stadtkern Hückeswagens hingewiesen. Was ist daran eigentlich so besonders? Eine Antwort darauf gibt jetzt die Bergische Zeitgeschichte. Am Samstag, den 20 Mai führt BZG-Mitglied und Stadthistoriker Franz Mostert durch die Straßen und Gassen der Hückeswagener Altstadt. Los geht’s um 11 Uhr von der Geschäftsstelle der BZG in der Islandstraße 1 (gegenüber Optiker Lammert). Die weiteren Stationen: Marktstraße, Marktberg, Islandstraße, Waidtmarktstraße und schließlich zurück zur BZG-Geschäftstelle in der Islandstraße. Dauer des Rundgangs: gut 1 Stunde. Abgerundet wird der historische Stadtspaziergang bei einem erfrischenden Getränk in der BZG-Geschäftstelle. Dort ist auch eine Fotoausstellung zu sehen mit Ansichten, der zuvor beschrittenen Straßenzüge. Organisiert hat den Rundgang die Arbeitsgruppe "Wirtschafts- und Sozialgeschichte" in der Bergische Zeitgeschichte. Norman Schorl, 2. Vorsitzender: „Franz Mostert wird zur Geschichte der spitzgiebeligen Häuser in der Marktstraße, den Fachwerkhäusern am Marktberg und ihren Bewohnern im 20. Jahrhundert erzählen“. So zum Beispiel über den überregional bekannten Komponisten Carl Remy aus der Marktstraße, der nach anstrengender Tätigkeit als Tuchmacher, meist abends und nachts noch komponierte. Seine Kompositionen wurden in namhaften Verlagen veröffentlicht. Er starb in den 1930er Jahren. Erfahren werden die Spaziergänger auch einiges über den ehemaligen Marktstraßen Bewohner Ewald Gnau, den es später als Professor nach Thüringen zog. Einen weltbekannten Namen machte er sich vor allem durch sein Hobby: die Rosenzucht. Nach dem Spaziergang zu den Villen der Tuchindustriellenfamilie Hardt und deren Privatfriedhof an der Bevertalsperre im Herbst 2004 ist dies der zweite historische Stadtspaziergang den die Bergische Zeitgeschichte in Hückeswagen anbietet. Eingeladen sind alle interessierten Bürger.

Historischer Stadtspaziergang durch die Hückeswagener Altstadt mit
Franz Mostert

Text: Wolfgang Völkel; Fotos: Ralph Vesper