Wer uns unterstützen möchte, kann das gerne tun. Werden Sie Mitglied oder spenden Sie:

Kto-Nr.: 160 069
BLZ: 340 513 50
Sparkasse Radevormwald-Hückeswagen


„Historisches Praktikum“ bei der BZG


Die Studentin Ingrid Betz aus Hückeswagen schreibt Forschungsarbeit über Albert Gimbel.

„Für mich ist es sehr schön, in meiner Heimatstadt ein Praktikumplatz gefunden zu haben!“ Ingrid Betz aus Hückeswagen hatte sich sichtlich gefreut, als sie von der Bergischen Zeitgeschichte (BZG) die Zusage für ein achtwöchiges Praktikum bekommen hatte. Vor wenigen Wochen stellte sie sich dem Vorstand des Vereins vor, um ihre Vorstellungen und Ideen mit den Verantwortlichen der BZG abzustimmen.
Ab heute bis einschließlich 30. September wird die 24-jährige Studentin der Politik und Soziologie nun unter anderem eine Forschungsarbeit über Hückeswagener NS-Funktionäre schreiben und dabei auf die Infrastruktur der BZG zurückgreifen können. Darüber hinaus wird sie in Hückeswagen, Radevormwald und Wermelskirchen sowie im Düsseldorfer Hauptstaatsarchiv die praktische Archivarbeit sowie die Orte, an denen Geschichte präsentiert wird, näher kennen lernen. Der BZG-Vorsitzende Wolfgang Völkel: „Ich habe bereits unter anderem mit Maybritt Schützenmeister vom Heimatmuseum in Hückeswagen und mit Ulrike Künz vom Stadtarchiv Radevormwald gesprochen. Frau Betz ist dort jederzeit herzlich willkommen.“
Auch die BZG-Mitglieder Fredi Roß vom Archiv der Evangelischen Kirchengemeinde in Hückeswagen und Dietrich Hoffmann vom Archiv der Lutherischen Gemeinde Radevormwald haben ihre Unterstützung bereits signalisiert. Auch dort wird sie in die entsprechenden Archive unterwiesen. Die meiste Zeit wird die 24-Jährige jedoch in der Geschäftsstelle der BZG an der Islandstraße verbringen und sich dabei auf die Forschungsarbeit konzentrieren. „Mein Wunsch ist, etwas über Albert Gimbel, einer der wichtigsten Figuren des Nationalsozialismus in Hückeswagen zu schreiben.“ Zusätzlich will sie im Rahmen ihrer Möglichkeiten die BZG unterstützen. „Da ehrenamtliche Vereine immer eine helfende Hand gebrauchen können, biete ich meine gerne an und freue mich auf die Arbeit“, betonte Ingrid Betz.

Die Möglichkeit, ein Praktikum bei einem Verein zu absolvieren, ist für beide Seiten jedoch noch relatives Neuland. So gab es laut Ingrid Betz kurz nach der Einrichtung des Studiengangs „Social Science“ in Siegen noch nicht einmal eine Studienordnung und wie ein Praktikum auszusehen hat, sei erst recht nicht geregelt gewesen. Den Studiengang selber gibt es erst seit vier Jahren. Für die Studenten der ersten Zeit war ein Praktikum noch freiwillig, mittlerweile ist es jedoch zur Pflicht geworden.
„Der Vorstand der Bergischen Zeitgeschichte freut sich jedenfalls auf die Zusammenarbeit mit Ingrid Betz“, sagte Wolfgang Völkel im Vorfeld. Damit würden auch die Mitglieder der BZG entlastet, die Montags und Samstags ihren freiwilligen Dienst in der Geschäftsstelle verrichten.
 

Zur Person:
Ingrid Betz wurde am 4. Juli 1982 in Hückeswagen geboren. Nach einem erfolgreichem Abitur auf dem EvB-Gymnasium in Wipperfürth belegt sie nun an der Universität Siegen den Studiengang „Social Science“ mit dem Ziel des Bachelor. Die Regelstudienzeit beträgt drei Jahre. Ihr achtwöchiges Praktikum ersetzt einige Elemente des so genannten berufsorientierten Studiums.

Quellenangabe: Norbert Bangert, erschienen in der Bergischen Morgenpost am 1. August 2006
 

Der auf DVD erschiene Film wurde anlässlich der 850-Jahr-Feier Hückeswagens im Jahr 1935 gedreht. Nachdem die Stadt vergeblich versucht hatte, die Filmproduktion UFA in Berlin und Kinomat-Film Wuppertal für die Aufnahmen zu gewinnen, bekam schließlich der Hückeswagener Zahnarzt Dr. Hanne den Auftrag, den Festzug auf 35mm Material zu drehen.
Nach dem zweiten Weltkrieg lagerte der Film lange Zeit im Stadtarchiv. Der Bergische Geschichtsverein hatte in den 1970er Jahren eine Kopie auf 16mm überspielt, die allerdings kaum gezeigt wurde. Auf Initiative der BZG wurde der Film 2004 ins Bundesfilmarchiv in Berlin gegeben und überarbeitet. Diese Fassung zeigt nun die DVD, die ergänzt durch eine CD-Rom mit zusätzlichen Fotos, Dokumenten und Texten.

Bergische Zeitgeschichte (BZG) e.V.

 Was will die Bergische Zeitgeschichte?

Die Bergische Zeitgeschichte mit Sitz in Hückeswagen wurde im Herbst 2002 gegründet. Die inzwischen 65 Mitglieder wollen die Geschichte des 20. Jahrhunderts in den drei bergischen Kleinstädten Hückeswagen, Radevormwald und Wermelskirchen erforschen, dokumentieren und diskutieren. Neuere Geschichte heißt Ereignisse, Orte, Vereine, Firmen und Personen des 20. Jahrhunderts bis in die Gegenwart.
Ziel ist es, Nachlässe aus privaten oder auch öffentlichen Beständen zu sichten, zu sichern und sie wissenschaftlichen, journalistischen und pädagogischen Anliegen zugänglich zu machen. Gleichzeitig werden eigene Quellen erschlossen,  die als Grundlage für weitere Forschungen und Publikationen dienen. Wichtiges Element ist die Zeitzeugenbefragung mit Mikrofon und auch mit der Kamera.

Erfolgreiche erste Ausstellung der BZG:
„Hückeswagen, Radevormwald und Wermelskirchen im Nationalsozialismus 1933-1945“

Die Ausstellung im Wülfingmuseum in Radevormwald-Dahlerau lockte am Eröffnungstag (2.6.) und an den sechs Wochenenden vom 4.6.-10.7.05 rund 2.070 Besucher an (eingerechnet sind die 20 Schulklassen mit 529 Schülern, die wochentags zu Sonderterminen durch die Ausstellung geführt wurden). Fast alle Schulen aus den drei Städten waren mit Klassen vor Ort. Für die erste umfassende Dokumentation der NS-Zeit (500 qm Ausstellungsfläche) in den drei bergischen Kleinstädten eine erfreuliche und gleichzeitig unerwartet große Resonanz. Viele Besucher blieben drei oder sogar vier Stunden in der Ausstellung, nicht wenige kamen mehrmals mit den Worten „ich habe noch nicht alles gesehen und gelesen“.

Geschäftstelle und Archiv in der Islandstraße 1

Seit November 2006 hat die BZG ein Zuhause. Die Geschäftsstelle und das im Aufbau befindliche Archiv sind in der Islandstraße 1 in Hückeswagen, im Erdgeschoß des ehemaligen „Haus Küster“. Ein Besuch lohnt sich. Feste Öffnungszeiten: montags von 17.00-20.00 Uhr und samstags von 10.00-13.00 Uhr.

850 Jahre Hückeswagen: Der Film aus dem Jahr 1935 auf DVD

Neue Mitglieder (Mitgliedsbeitrag 25 Euro im Jahr), Förderer und Sponsoren sind herzlich willkommen, denn eine neue Idee braucht Unterstützer.
Gesucht werden auch interessante Fotos, Dokumente und Alltagsgegenstände aus den drei bergischen Kleinstädten aus dem 20. Jahrhundert (zur Überlassung oder auch leihweise).

2006-09-03