Die Jahreshauptversammlung
der BZG 2004

„Es war ein gutes Jahr“, mit diesen Worten begrüßte Wolfgang Voelkel, der alte und neue Vorsitzende der Bergischen Zeitgeschichte (BZG) am Donnerstag Abend im Hotel Kniep etwa zwanzig Mitglieder und Gäste zur zweiten Hauptversammlung des noch jungen Geschichtsvereins. Und diese Aussage wird auch von der jüngsten Vereinsstatistik bestätigt, so konnte man innerhalb von nur einem Jahr seine Mitgliederzahl von 25 auf 40 steigern, davon ein hoher Anteil Aktiver.

Vorstand einstimmig bestätigt
Mit dieser guten Bilanz stellte sich der Vorstand seinen Mitgliedern zur Wiederwahl, was diese der Vereinsführung mit einem einstimmigen Votum zurückzahlten, denn keiner der fünf Kandidaten erhielt auch nur eine einzige Gegenstimme. Gewählt wurden Wolfgang Völkel zum Vorsitzenden und Armin Himmelrath aus Wermelskirchen zu seinem Stellvertreter. Brigitte Buß aus Hückeswagen übernimmt erneut die Geschäftsführung, der zweite Wermelskirchener Uwe Engelbracht bleibt Schriftführer und der Radevormwalder Dieter Hoffmann ist alter und neuer Archivleiter.

Dringend gesucht: Ein Archivraum für die BZG
Das Thema Archiv brennt dem Geschichtsverein für das 20.Jahrhunderts dabei buchstäblich unter den Nägeln. Händeringend sucht man für den Verein in den Städten Hückeswagen, Radevormwald oder Wermelskirchen nach einer Räumlichkeit für ein zentrales Archiv, die dezentralen Standorte platzen aus allen Nähten. Horst Enneper, ebenfalls Mitglied der BZG schlug dabei vor, das man sich einmal an die Verantwortlichen des Wülfing-Areals wenden solle. „Schließlich will man doch auf dem Gelände der alten Fabrik Kulturaktivitäten entfalten, da würde doch eine solche Einrichtung passen“, erklärte das Kreistagsmitglied.

Austellung Nationalsozialismus auf dem Wülfing-Gelände
Neben einem Rückblick auf die Aktivitäten des vergangenen Jahres, zuletzt nahm man mit einem Informationsstand im Siebzigerjahre-Look am Hückeswagener Altstadtfest teil, wurde der Fokus auf die nächsten Veranstaltungen gelegt. Die größte Anstrengung für die Aktiven wird sicherlich die für Mai und Juni 2005 nun endgültig geplante Ausstellung „Nationalsozialismus in Hückeswagen, Radevormwald und Wermelskirchen“ sein. Wolfgang Völkel dazu: „Wir haben noch bis zur Kommunalwahl 2004 gewartet, jetzt werden wir wie angekündigt auf den Radevormwalder Bürgermeister Dr. Josef Korsten zugehen, um den Ausstellungsort Wülfinggelände definitiv zu klären. So ein Desaster wie letztes Jahr wollen wir nicht noch mal erleben.“

Spaziergang auf den Spuren der Hardt´s am 10. Oktober
Für alle Hückeswagener Geschichtsfreunde dürfte noch der Spaziergang am 10. Oktober hochinteressant sein. Am Tag der Stichwahl zwischen Uwe Ufer und Dietmar Persian wird Hans-Friedrich Hardt, ein Mitglied der berühmten Industriellenfamilie Hardt 90 Minuten lang auf den Spuren der Familiengeschichte wandeln. Unter anderem will er erstmalig allen interessierten Gästen den Privatfriedhof der Familie und den Beverforst mit 120 exotischen Baumarten zeigen, die seine Vorfahren von den Reisen aus entfernten Ländern mitgebracht haben.

Vorstand einstimmig im Amt bestätigt - Ausstellung Nationalsozialismus wirft ihre Schatten voraus

Alle Stühle waren belegt - Gute besuchte Hauptversamlung der BZG im Hückeswagener Hotel Kniep. Foto: N. Bangert